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Aus einer Mail, die ich heute vom Forschungsteam um Dr. Lohi an der Universität Helsinki erhielt, geht hervor, daß Blutproben von krampfenden Border Terriern, die der Tierhochschule Hannover für die Forschung gespendet wurden, nicht nach Finnland weitergeleitet werden.

Deshalb die Bitte an alle, die bereits für Hannover gespendet haben aber nicht für Finnland und deren krampfender Border Terrier noch lebt, auch noch eine DNA-Probe nach Finnland zu schicken.

Desweiteren schreiben sie, daß sie mindestens zwei interessante chromosomale Regionen gefunden haben, die mit Krampfanfällen zusammenhängen. Die eine davon konnten sie bei finnischen Border Terriern entdecken, die andere bei Blutproben, die sie von der Universität Utrecht erhalten hatten. In beiden Fällen ist das Aussehen der Anfälle äußerlich (also der Phänotyp) dasselbe.

Um diese Funde weiter untersuchen zu können, benötigen sie noch mehr DNA-Proben von betroffenen Border Terriern und deren älteren, gesunden Verwandten.

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Forschung in Finnland

In dem hier verlinkten Artikel wird gut beschrieben, wie die Forschung in Finnland rund um das Team von Dr. Hannes Lohi betrieben wird: http://www.foxterrier-glatthaar.at/bilder/Artikel_Epidal.pdf

Zu den dort erforschten Erkrankungen gehört auch CECS beim Border Terrier.

Forschung unterstützen

Die Canine Health Foundation (Stiftung für Hundegesundheit) des Amerikanischen Kennel Clubs unterstützt die Forschung von Dr. Hannes Lohi an der Universität Helsinki, und zwar speziell für die Rassen Border Terrier und Belgische Tervuren, mit über 86.000 US-Dollar (über 61.000 Euro)  für das gesamte Jahr 2011.

Dr. Lohi schreibt, daß sein Forschungsteam schon mehrere Krankheits-Bereiche auf der DNA von Rassen wie Border Terriern, Kromfohrländern und Belgischen Schäferhunden gefunden habe. Das aktuell laufende Projekt, für das diese Forschungssumme bewilligt wurde, soll diese Bereiche „einzoomen“, so daß die genauen Defektgene lokalisiert und benannt werden können. Dazu sollen die modernsten Sequenzierungstechnologien in der Genetik verwendet werden. Wenn die genauen Mutationen gefunden wurden, sollen Gentests entwickelt werden für die genannten Rassen, und es soll auch geschaut werden, was genau falsch läuft und wie man betroffenen Hunden besser helfen kann.

Auch Privatpersonen können dieses Forschungsprojekt unterstützen, und zwar über folgenden Link: https://secure3.convio.net/k9hf/site/Donation2?df_id=1581&1581.donation=form1&grant_id=01425&grant_name=Identification%20of%20Epilepsy-Causing%20Mutations%20from%20the%20Associated%20Loci%20by%20Next-Generation%20Resequencing

Nötig sind dafür allerdings eine Kreditkarte und Englischkenntnisse.

Die intensive Forschung in diesem Jahr läßt hoffen, daß die Ursache für CECS bald gefunden wird. Die Chancen stehen jedenfalls recht gut.

 

Unter dieser Überschrift befindet sich in der aktuellen Dezemberausgabe der Hundezeitschrift HundeWelt ein lesenswerter Artikel von einer Samojeden-Züchterin.

In dem Artikel geht es um einen persönlichen Erlebnisbericht. Er ist auch ein leidenschaftlicher Aufruf, solche Erkrankungen wie Epilepsie offen zu behandeln und nicht noch mehr Leid zu produzieren.

Dieser Aufruf ist selbstverständlich auch auf CECS übertragbar. Insgesamt ist es ein sehr lesenswerter Artikel, wer mag, sollte in diesen Tagen zum Kiosk oder Supermarkt gehen und sich die entsprechende Zeitschrift besorgen.

Zuchtplan

Der deutsche Klub für Belgische Schäferhunde hat einen Zuchtplan erarbeitet, um die erbliche idiopathische Epilepsie in ihren Reihen zu verringern. Diesen Zuchtplan kann man hier aufrufen: http://www.dkbs.de/download/DKBS_ZKO_10-2007_Erg0308.pdf. Auf Seite 20 finden sich die Angaben zur Epilepsie. Eine andere Ausgabe davon befindet sich hier: http://www.hunde-epilepsie.ch/Koerordnung.htm#epi

Da es sich auch hier um eine autosomal-rezessive Erkrankung handelt wie bei CECS, kann man diese Angaben auf den Border Terrier übertragen.

Um so einen Zuchtplan durchführen zu können, wäre es aber absolut notwendig, alle erkrankten Border Terrier zentral zu erfassen und alle BT-Halter nach den Krampfanfällen zu befragen. Dann könnten Züchter die Risiken für ihre Wurfplanung ausrechnen.

Nun habe ich auch noch ein Forum online gestellt für alle, die einen Border Terrier haben. Bitte schaut hier: BT – Treff.

Die meisten Bereiche dort sind nur für registrierte Mitglieder zugänglich. So gibt es etwas mehr Privatsphäre. Auch ein Unterforum für krampferkrankte Hunde ist vorhanden, wo man schreiben kann, ohne daß es wie hier im Blog jeder ohne Registrierung lesen kann.

Macht gern Werbung für das Forum bei allen Border-Fans.

Deutsche Anleitung

Auf der Webseite der Border Terrier Datenbank gibt es jetzt unter Deutsch eine Anleitung auf Deutsch, wie man Hunde in der Datenbank suchen bzw. hinzufügen kann. Wenn etwas nicht verständlich sein sollte oder noch Fragen sind, bitte an mich wenden.

Wäre sehr schön, wenn sich viele beteiligen und zumindest die Hunde hinzufügen könnten, die auf der Ahnentafel des eigenen Hundes verzeichnet sind.

Es können Border Terrier aus ALLEN Ländern eingetragen werden. Das ist keine rein deutsche Datenbank. Es ist übrigens auch erlaubt, die Daten von Hunden einzutragen, die einem selber nicht gehören (wer mal Langeweile hat, kann gern Ahnentafeln im Internet suchen gehen und die Daten eintragen). In Deutschland ist es aber nicht erlaubt, die Daten von Eigentümern und Züchtern ohne deren Einverständnis einzutragen. Also die Person-Rubriken (Breeder, owner, kennel) bitte frei lassen, es sei denn, es handelt sich um den eigenen Hund oder man trägt als Züchter die eigenen Hunde ein und man möchte in der Datenbank erscheinen.

Das Design der Datenbank gefällt mir noch nicht, aber da brauche ich erst noch Hilfe. Falls jemand sich mit CSS und Grafiken auskennt, also bitte melden.

Wer sich in der Datenbank mal anschauen möchte, wie so ein kompletter Eintrag des eigenen Hundes ausschaut, der suche einfach nach Beyer’s Ragn-Jaro. Jaro ist komplett eingetragen.