Bei einer rezessiv vererbten Erkrankung sieht das Risiko, daß Verwandte eines erkrankten Hundes Überträger derselben Erkrankung sind, folgendermaßen aus:
Eltern, Kinder: 100%
Vollgeschwister: 66,6 %
Großeltern, Onkel, Tanten, Halbgeschwister, Enkel: 50%
Nichten, Neffen: 33,3%
Urgroßeltern, Cousins und Cousinen ersten Grades, Halb-Tanten und -Onkel, Urenkel: 25%
Ururgroßeltern, Cousins und Cousinen zweiten Grades: 12,5%
Urururgroßeltern, Cousins und Cousinen dritten Grades: 6,25%
Diese Prozentangaben gelten für den Fall, daß sich ein erkrankter Hund in der Verwandtschaft befindet.
Mit solchen Risikoangaben kann man – sofern man weiß, ob und wieviel erkrankte Hunde es in der Verwandtschaft gibt – das Überträgerrisiko eines Zuchthundes einschätzen. Ein gefährdeter Zuchthund sollte immer nur an einen ungefährdeten verpaart werden, um das Risiko von krankem Nachwuchs zu vermindern.
Für Züchter gibt es ein Zuchtprogramm zu kaufen mit Zuchtwertschätzung, wo man auch “epileptische Anfälle” eintragen kann. Damit kann man dann auch Wahrscheinlichkeiten ausrechnen:
http://www.kynoinfo.de/de/kynoinfo.htm
Und hier findet sich ein gutes Programm, das nicht nur den Inzuchtkoeffizienten und den Ahnenwertverlust ausrechnet, sondern auch für jeden eingegebenen Ahnen angibt, wie hoch der Prozentsatz von dem jeweiligen Ahnen an Genen ist: http://www.czerwonytrop.com/inb/index.php?full=ok&lng=en
Bei meinem Hund hat das z.B. das Ergebnis gebracht, daß ein zurückliegender Ahne, der mehrfach vorkommt und krampfenden Nachwuchs hatte, deutlich mehr zu seinem Genpool beigetragen hat als einzelne erkrankte Hunde in seiner Ahnenreihe.